Am Ende des Weges

Testament

Mit einem Testament wird sichergestellt, dass bei der Aufteilung des Nachlasses nach den Wünschen des Verstorbenen verfahren wird. Das Testament wird in der Regel beim Amtsgericht oder bei einem Notar hinterlegt. Wenn Sie es dagegen zu Hause aufbewahren, sollten Sie sicherstellen, dass der Aufbewahrungsort den Angehörigen bekannt ist, sodass nach Ihrem Tod auch darauf zurückgegriffen werden kann.

Ohne Kosten können Sie ein eigenhändiges Testament aufsetzen. Dabei muss nicht nur die Unterschrift (mit vollem Vor- und Nachnamen), sondern der gesamte Text handschriftlich und eigenhändig niedergeschrieben werden. Vergessen Sie auch nicht, Ort und Datum anzugeben.

Das öffentliche Testament wird vor einem Notar mündlich erklärt und ist gebührenpflichtig. Der Notar berät Sie zu den Konsequenzen der geplanten Verfügung.

Das Gesetz ermöglicht es Ehegatten, ein gemeinschaftliches Testament, das für den Tod eines jeden Ehegatten gilt, entweder in öffentlicher oder eigenhändiger Form zu verfassen. Es reicht aus, wenn ein Ehegatte das Testament eigenhändig niederschreibt und mit Vor- und Zunamen unterschreibt. Der andere Ehegatte kann dann hierauf erklären, dass das Niedergelegte auch seinem/ihrem Willen entspricht. Auch er/sie muss handschriftlich mit Ort und Datumsangabe unterschreiben.

Erbvertrag

Ein Erbvertrag wird zwischen zwei oder mehreren Vertragspartnern verbindlich geschlossen. Er kann, im Gegensatz zum Testament, nur mit Zustimmung beider Vertragspartner geändert werden. Ein Erbvertrag muss immer vor einem Notar geschlossen werden.

Bestattungsvorsorge

Im Allgemeinen werden Bestattungsvorsorgeverträge mit Bestattern direkt abgeschlossen. So kann der Bestatter, dem man schon zu Lebzeiten vertraut hat, die Bestattung genau nach individuellem Wunsch gestalten. In solchen Verträgen kann man von der Art der Bestattung (Feuer oder Erde) bis zur Blumendekoration auf dem Sarg alles im Vorhinein festlegen und auch die Finanzierung der Bestattung regeln. Informationen dazu erhalten Sie bei allen Bestattern und im Internet:

Bundesverband Deutscher Bestatter e. V.: www.bestatter.de

Überschreibung von Wohneigentum

Wenn der Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung diese Immobilie zu Lebzeiten an die nächste Generation überschreibt, obwohl sie ihm auch selbst als Alterswohnsitz dient, dann sollte er die zukünftige Wohnnutzung für sich und ggf. die Partnerin oder den Partner durch eine entsprechende Eintragung im Grundbuch absichern.