Demenz und Alzheimer

Was ist Demenz?

Demenz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die zu einem Verlust geistiger Fähigkeiten führen. Dadurch kommt es zu einer Verschlechterung des Gedächtnisses, des Denkvermögens und des praktischen Geschicks. Demenz ist damit keine normale Erscheinung des Älterwerdens, sondern eine Erkrankung – die allerdings typischerweise im Alter auftritt.

Hilfe für Angehörige

Für Angehörige von demenziell Erkrankten ist es hilfreich, sich früh über den Verlauf der Krankheit zu informieren. Meist verändert sich das gesamte Erleben und Verhalten der Betroffenen, sodass der vertraute Mensch sich zunehmend entfremdet. Pflegende Angehörige, die einen demenziell Erkrankten zu Hause pflegen, haben einen sehr anstrengenden Pflegealltag zu bewältigen. Dafür sollte man Hilfe in Anspruch nehmen. Hilfe erhalten pflegende Angehörige durch Gesprächskreise, Tagespflegeeinrichtungen, ehrenamtliche Helfer und spezielle Schulung (durch die Ambulanten Pflegedienstleister).

Pflege

Demenzpatienten fühlen sich meist in ihrer vertrauten Umgebung am sichersten. Früher oder später aber kann die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung unumgänglich werden. Ein solcher Umzug muss gut vorbereitet sein, damit er keine zusätzliche Verwirrung verursacht. In vielen Pflegeeinrichtungen gibt es speziell eingerichtete Wohnbereiche und eine intensive Pflege für psychisch veränderte ältere Menschen, die sogenannte Beschützende Pflege.

Wegweiser Demenz

Weitere Angebote und Informationen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige finden Sie im Internet unter www.wegweiser-demenz.de.

10 Warnzeichen

Frühe Hinweise auf eine möglicherweise beginnende Demenz: Beim gleichzeitigen Auftreten von mehreren Anzeichen sollte der Betroffene von einem Arzt untersucht werden.

  • Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten mit gewohnten Handlungen
  • Sprachprobleme
  • Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
  • Eingeschränkte Urteilsfähigkeit
  • Probleme mit dem abstrakten Denken
  • Liegenlassen von Gegenständen
  • Stimmungs- und Verhaltensänderungen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Verlust der Eigeninitiative

Aus: Patientenleitlinie Demenz (Stand 2005), Hrsg. Prof. Dr. med. M. Butzlaff, Universität Witten/Herdecke

Anlaufstellen

Frankenalb-Klinik

Reschenbergstraße 20, 91238 Engelthal
0 91 58/926-0
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Institutsambulanz

Klinikum am Europakanal

Am Europakanal 7, 91056 Erlangen
0 91 31/753-27 23
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Gedächtnisambulanz in der Institutsambulanz

Leistungen: Diagnostik und Behandlung von Gedächtnisveränderungen und Demenzerkrankungen, therapeutische Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen, therapeutische Gedächtnis-aktivierungsgruppen, Schulungen für Angehörige, sozialpädagogische Unterstützung von Patienten und pflegenden Angehörigen

Klinikum Nürnberg Nord

Professor-Ernst-Nathan-Straße 1, 90419 Nürnberg
09 11/398-39 43
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Gerontopsychiatrische Ambulanz mit Gedächtnissprechstunde

Universitätsklinikum Erlangen

Schwabachanlage 6 (Kopfkliniken), 91054 Erlangen
0 91 31/85-345 97 (Terminvereinbarung)
0 91 31/85-330 01 (Notfälle außerhalb der regulären Öffnungszeiten)
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Gedächtnissprechstunde in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik

Terminvereinbarung über die Ambulanz per Telefon oder per E-Mail   

Betreute Wohngemeinschaften für Senioren und Demenzkranke

Ambulant betreute Wohngemeinschaft für Demenzkranke

90610 Winkelhaid
Sonja Redl
0 91 87/415 52
Website besuchen

„Villa am Eichenhain“

90537 Feucht
Inge Barthel
0 91 29/908 98 40
Website besuchen
E-Mail senden

Ambulant betreute Wohngemeinschaft